An unserer Schule wird die Vermittlung der Fähigkeiten, aus Zeichen Sinn zu entnehmen und Zeichen zur Kommunikation anzuwenden, hoch bewertet.
 Die Sinnentnahme aus Zeichen (das Lesen) ist ein Kulturgut und wird ständig unterrichtsimmanent genutzt.

Die Welt ist voller Zeichen, wohin wir schauen. Oft nehmen wir diese Zeichen wahr, manchmal deuten wir sie. Beim Lesen der Bilder- und Bildzeichenschrift sind die graphischen Zeichen häufig vom Originalobjekt ableitbar. Anders ist der Prozess beim Lesen der Schriftsprache. Hier stehen die graphischen Zeichen für eine Lautfolge, die entschlüsselt werden muss um ihren Sinn zu verstehen. Das Erfassen des Prinzips der Buchstabenschrift, das Lesen im engeren Sinn ist deshalb ein hoch komplexer Vorgang, der dem Lesenden eine Vielzahl von kognitiven Leistungen abverlangt.
In der Grundstufe wird das Situationslesen, das Lesen von Bildern und das Deuten von Bildzeichen (bspw. Piktogramme oder Symbole) im Unterricht erlernt. 
Die Vermittlung von Basisfähigkeiten im sensomotorischen und psychomotorischen Bereich besitzt einen hohen Stellenwert. Diese dienen u.a. der Hinführung zum Lesen im engeren Sinne. Sind die Basisfähigkeiten geschaffen, werden Buchstabenkenntnisse vermittelt und das Lesen angebahnt. 
Der Unterricht findet im Klassenverband, differenziert in Kleingruppen oder im Einzelunterricht statt.

Die Hauptstufe bietet in klassenübergreifenden, annähernd leistungshomogenen Lerngruppen einen Leseaufbau an, der folgende Stufen umfasst: Signalwortlesen, Ganzwortlesen und das Erlesen von Einzelwörtern und Texten auf der Grundlage eines analytisch- synthetischen Leselehrganges. 
In den differenzierten Lerngruppen erhalten die Schüler das Lernangebot, den Sprache- Schrift- Zusammenhang zu erfassen. Neben diesem zweimal wöchentlich durchgeführten Kursunterricht wird das Lesen und Schreiben in vielfältigen Unterrichtssituationen in der Hauptstufe lebenspraktische angewendet.
Angebote zur Aneignung und Festigung des Bilderlesens und Bildzeichenlesens finden weiterhin statt und werden im Unterrichtsalltag ständig eingebunden.

In der Berufsschulstufe werden die erworbenen Kenntnisse im Bereich der Kulturtechniken erweitert und vertieft. Hier findet der Lese- und Schreibprozess grundsätzlich durch die Nutzung und Anwendung in Realsituationen statt. Manche Schüler nutzen das Deuten von Bildern und Bildzeichen unterrichtsimmanent für ihren Kommunikationsprozess.